Die LOADER Datei wird vom FE3 Diskloader benötigt. Diese sucht immer nach einer Datei "LOADER" und interpretiert diese.
Dadurch kann man bequem und ohne Computerkenntnisse beliebige Spiele
und/oder Programme auswählen und starten.
Wenn es funktionierende LOADER Dateien gibt, dann kann man die
konfigurierten Spiele und Programme auch ganz einfach in den Flash
Speicher übertragen (Menü Cart Utilities (F6), dann
F1). Die Spiele und Programme im Flash können blitzschnell
gestartet werden im Menü Cart
Loader.
Die LOADER Datei besteht aus einem oder mehereren Abschnitten. Jeder
Abschnitt wird als ein
Menüpunkt im Diskloader dargestellt. Ein Abschnitt besteht aus:
einem Namen: Jeder Abschnitt beginnt mit einem Namen der im Diskloader Menü angezeigt wird
einem oder mehreren Anweisungen
Der Abschnittsname beginnt einfach mit einem Anführungszeichen (")
und endet auch mit einem. Der Name kann bis zu 20 Zeichen beinhalten
und darf auch Sonderzeichen beinhalten. Ist der Name länger als 20
Zeichen werden vom Diskloader nur die ersten 20 dargestellt.
Steuerzeichen werden ignoriert.
Die optionalen Kommentarzeilen beginnen mit einem Doppelpunkt (:). Die
Kommentarzeile kann leer sein (Abschnittstrenner) oder beliebige
Zeichenfolgen beinhalten. Eine Kommentarzeile beendet den Abschnitt
nicht. Kommentarzeilen sind optional und können daher auch ganz
entfallen.
Die Anweisungen in einem Abschnitt werden ausgeführt, wenn der
Benutzer den Menüpunkt im Diskloader auslöst durch
drücken der <ENTER> Taste oder des Joystick Feuerkonpfes.
Anweisungszeilen beginnen immer mit einem Plus (+) Zeichen. Die
Reihenfolge der Anweisungen wird vom Diskloader selbst gewählt.
Ein Abschnitt endet mit dem Dateiende oder mit dem Beginn eines neuen
Abschnittes.
Anweisungszeilen starten immer mit einem Pluszeichen (+). Die
folgenden Anweisungen werden vom Diskloader erkannt und interpretiert:
Lade Anweisung: ladet eine Datei von SD oder einer Diskette
Disk Befehl: sendet einen Befehl an das SD2IEC oder an eine Floppy.
BLK, BLKP, BLKD:
Anweisung zur Konfiguration der FE3 Hardware - Blöcke
Schreibschutz bzw. Deaktivierung.
NOIO: Anweisung zur Konfiguration der FE3 Hardware - IO Register verstecken.
RESET: Anweisung zum Neustart des VC-20 (Soft Reset)
SYS: startet ein
Maschinenprogramm an der angegebenen Adresse (hexadezimal!!)
RUN: startet ein BASIC
Programm
RELOAD: Anweisung die LOADER Datei neu zu laden
Der Diskloader führt Anweisungen immer in der angegebenen Reihenfolge aus. Mehrere
Anweisungen des selben Typ werden in der angegebenen Reihenfolge
ausgeführt.
Die Ladeanweisung lädt
eine Datei von der SD Karte oder von einer Floppy. Es können
mehrere Ladeanweisungen ausgeführt werden, wenn zb. Spiele aus
mehereren Teilen bestehen. Die Anweisung besteht im einfachsten Fall
nur aus einem Dateinamen. Der Dateiname besteht aus bis zu 16 Zeichen
und ist von Anführungszeichen umschlossen.
Zu der Ladeanweisung kann optional ein Dateityp angegeben werden.
Dateitypen sind B (BASIC), P (PROGRAM) und C (Cartridge). Es entspricht
der Sekundäradresse (0,1,2) des modifizierten LOAD Befehl der FE3
Wedge.
Der Dateityp BASIC wird automatisch immer an der Adresse geladen, wo
der BASIC Speicher anfängt (Sekundäradresse 0). Die Adresse
kann je nach Speicherkonfiguration variieren.
Der Dateityp PROGRAM wird immer an der Adresse geladen, die in der
Datei steht (die ersten beiden Bytes). Das entspricht einem LOAD mit
Sekundäradresse 1. Die Ladeadresse kann aber optional auch
übersteuert werden, siehe optionale Ladeadresse.
Der Dateityp CARTRIDGE ist für Dateien ohne Ladeadresse. Man
erkennt diese Dateien oft an der prägnanten Länge von exakt
4K, 8K oder 16K. Dieser Dateityp erfordert immer die Angabe der
Ladeadresse!
Der Ladeanweisung kann optional auch noch eine Ladeadresse folgen. Beim Dateityp C
ist die Ladeadresse immer erforderlich. Die Ladeadresse muss immer
hexadezimal erfolgen und beginnt mit einem $ Zeichen.
Beispiele für Ladebefehle:
+"MOONPATROL"
Die Konfiguration der FE3 ist nur notwendig für die heiklen Spiele und Programme. Wenn ein Spiel oder Programm auch ohne Konfiguration läuft, kann man auf diese Anweisungen verzichten.
Es gibt Spiele und Programme die laufen nicht durch normales Laden und Starten. Das Programm findet nicht die erforderliche Umgebung und kann/will deshalb nicht laufen. Durch Konfiguration der FE3 Hardware kann jede erdenkliche Hardware, wodurch jedes bekannte Programm läuft. Ausgenommen sind Module die eine ganz spezielle Hardware mitbringen: 80 Zeichen Karte, IEEE-488 Karte, RS-232/Modem Karten ...
simuliert werdenDie Befehle BLK, BLKD und BLKP lassen eine Konfiguration des Speichers zu. Dem Befehl folgen Blocknummern in beliebiger Reihenfolge: 0,1,2,3,5.
Die Blocknummern entsprechen den physischen Blöcken des
VC-20: 0=3K Erweiterung ($400-$0FFF), 1=Block 1 ($2000-$3FFF),
2=Block 2 ($4000-$5FFF), 3=Block 3 ($6000-$7FFF), 5=Block 5
($A000-$BFFF)
Die Blöcke lassen sich einzeln deaktivieren (BLKD) und gegen
überschreiben schützen (BLK, BLKP).
Deaktivierte Blöcke sind quasi nicht existent. Die FE3
fühlt sich im entsprechenden Adressbereich nicht angesprochen. Man
könnte mit einer Sloterweiterung eine andere Cartridge in diesem
deaktivierten Block ansprechen.
Blöcke mit Schreibschutz verhalten sich wie ein ROM oder EPROM.
Es kann nur aus dem Block gelesen werden, Schreibzugriffe werden
ignoriert.
Mit dem Befehl NOIO
können die Register der FE3 versteckt werden. Dadurch ist eine
weitere Konfiguration der FE3 nicht mehr möglich und der
entsprechende IO Bereich wird frei. Ein Hardware Reset versetzt die FE3
wieder in den Urzustand.
Beispiele für Konfigurationen:
+BLK 1,3
Die geladenen Spiele bzw. Programme müssen ja auch gestartet
werden. Dazu dienen die Befehle RESET, SYS und RUN. Je nach den
Erfordernissen eines Programms kommt einer der drei Befehle zum Einsatz.
Nach Diskbefehlen die das Verzeichnis oder das Disk Images wechseln
muss der Befehl RELOAD benutzt werden. In dem neuen Verzeichnis bzw.
dem neuen D64 Image steht eine andere LOADER Datei, die vom Diskloader
neu geladen werden muss.
Ohne dem RELOAD arbeitet der Diskloader wahrscheinlich mit der
falschen LOADER Datei und damit mit den falschen Anweisungen. Die
Anweisungen können nicht ausgeführt werden, weil zb. die zu
ladende Datei gar nicht mehr im Zugriff steht.
Beispiel:
10 "3583"
20 +"hello world",b
30 +blk 0,1,2,3,5
40 +run
50 :
60 "6655"
70 +"hello world",b
80 +blk 1,2,3,5
90 +run
100 :
110 "11775"
120 +"hello world",b
130 +blk 0,2,3,5
140 +run
150 :
160 "19967"
170 +"hello world",b
180 +blk 0,3,5
190 +run
200 :
210 "28159"
220 +"hello world",b
230 : no blk command
240 +run
250 :
Beispiele für produktiv eingesetzte LOADER Dateien im Forum 64
Alle genannten Waren- oder Firmenbezeichnungen könnten Eigentum der jeweiligen Besitzer sein. Alle Informationen werden ohne Rücksicht auf die evtl. Rechts- oder Patentlage ausschließlich zu Ausbildungszwecken erteilt. Jegliche Verwendung geschieht ausdrücklich auf eigene Gefahr.
Also melden Sie sich nicht bei mir, wenn Ihr VC-20, Ihr CPLD oder Ihr PC nicht mehr funktionieren sollte, das Feuer auf die ganze Wohnung, das Haus, den Straßenzug oder die Stadt übergreift oder der dabei entstehende Rauch das Klima um 30 Grad erwärmt, Millionen verdursten und verhungern und der Rest von Aliens gekapert wird, die dann kommen, weil es endlich ausreichend kuschelig warm ist... also seien Sie gewarnt und bedenken Sie Ihr Handeln sorgfältig!